
FarmBioNet
BIODIVERSITÄTSFÖRDERUNG IST AUCH GUT FÜR DAS KLIMA
Nach 18 Monaten FarmBioNet zeigt sich: biodiversitätsfreundliche Landwirtschaft schützt nicht nur die Natur, sondern kann auch einen wichtigen Beitrag zu Klimaschutz und klimaresilienten landwirtschaftlichen Systemen leisten.
In nationalen Workshops wurden biodiversitätsfördernde Maßnahmen hinsichtlich ihres Nutzens für die Biodiversität, ihrer Umsetzbarkeit und ihrer Akzeptanz bewertet. Dabei standen auch Synergien mit Klimaanpassung und Klimaschutz, betrieblicher Nachhaltigkeit sowie der Reduzierung von Betriebsmittelkosten im Fokus. Viele der im Projekt betrachteten biodiversitätsfördernden Maßnahmen stärken gleichzeitig die Widerstandsfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe gegenüber Klimaveränderungen.
Bestehende Maßnahmen und Anreize, einschließlich in Natura-2000-Gebieten, wurden erfasst und ihre Verbindungen zu Klimamaßnahmen untersucht. 24 Hofbesuche und eine internationale Austauschexkursion nach Rumänien ermöglichten zusätzlichen Wissenstransfer zwischen PraktikerInnen.

© Ivana Milaković

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EU-Erweiterung
PROZESSBEGLEITUNG IM BEREICH NATURSCHUTZ
Im Auftrag der Europäischen Kommission gestalten und moderieren wir eine dreitägige internationale Fachveranstaltung zur Vorbereitung der EU-Beitrittsländer auf die Umsetzung des europäischen Naturschutzrechts. Im Mittelpunkt stehen die Vogelschutz- und FFH-Richtlinie, der Aufbau des Natura-2000-Netzwerks sowie die Anforderungen der EU-Wiederherstellungsverordnung. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten der Europäischen Kommission, der Europäischen Umweltagentur und der Berner Konvention begleiten wir Verwaltungen aus den Beitrittsländern bei den fachlichen und rechtlichen Schritten des EU-Beitritts. Dabei werden unter anderem Schutzgebiete ausgewiesen, Natura-2000-Netzwerke entwickelt, Managementsysteme vorbereitet und nationale Wiederherstellungspläne erarbeitet.
Unsere Aufgabe umfasst die Konzeption des Veranstaltungsformats, die fachliche Begleitung der Referierenden sowie die Moderation des gesamten Prozesses. Damit bringen wir unsere langjährige Expertise im Europäischen Naturschutzrecht und in der Begleitung komplexer Transformationsprozesse auf internationaler Ebene ein und unterstützen wir Staaten auf ihrem Weg zur Übernahme des EU-Naturschutzrechts.

Boden- und Klimaschonender Ackerbau
FARMING FOR NATURE
Ackerbauer und Farming for Nature Nominierter Hans Gnauer führt uns in diesem Film über seinen Hof. Er bewirtschaftet seine Ackerflächen im "No till System", das heißt, die Böden werden so wenig wie möglich umgebrochen, damit das Bodengefüge und die Bodenlebewesen ungestört bleiben. Hans Gnauer baut zwischen den Hauptkulturen Zwischenfrüchte an, damit der Boden möglichst die ganze Zeit von grünen Pflanzen bedeckt ist. So verhindert er einerseits, dass wertvoller Boden ungeschützt durch Wind und Wasser erodiert wird und gleichzeitig wird über die grünen Pflanzen CO2 im Boden gespeichert. Davon profitiert das Klima und der Bauer selbst, denn CO2 und somit Kohlenstoff ist ein wertvoller Dünger für die Ackerkulturen. Hans Gnauer braucht also nur mehr wenig Dünger von außen zuführen. So gelingt ihm bereits der Anbau von klimapositiven Weizen, das heißt, dass durch die Kultivierung des Weizens mehr CO2 im Boden gespeichert wird, als durch Anbau und Ernte ausgestoßen wird.
Die Zukunft der Moore liegt auf den Bauernhöfen
EIN BERICHT ÜBER WIEDERVERNÄSSUNG VON MOOREN IN DER NÄCHSTEN AUSGABE VON WIR TUN WAS
Als Johanna Gerhalter 2002 auf den landwirtschaftlichen Betrieb in Michelbeuern kam, wusste sie über Moore nicht viel. Heute spricht sie mit Begeisterung über Seggenriede, Wasserstände und Moorböden. Den entscheidenden Anstoß gab eine Exkursion mit einem Moorfachmann. „Er hat so begeistert über das Moor gesprochen, über die vielen Pflanzen und die Tiere, dass ich mir gedacht habe: Ich brauche gar nicht nach Afrika auf Safari fahren – das Leben spielt sich hier ab, bei mir zu Hause.“ So wurde aus anfänglicher Neugier eine echte Leidenschaft und schließlich der Entschluss, auf ihren Flächen ein Moor wieder zu vernässen. Mit Moor-Expert*innen hat sie Entwässerungsgräben mit regelbaren Wehren verschlossen. Je nach Bedarf können einzelne Bereiche wieder entwässert werden, etwa kurz vor der Mahd. Die praktische Bewirtschaftung bleibt damit weiterhin möglich und das Moor bleibt intakt. Dadurch wird der Abbau des Torfbodens gestoppt und das Moor speichert weiter CO2 aus der Luft.
Die ganze Geschichte von Johanna Gerhalter erscheint in den nächsten Tagen in unserer neuen Ausgabe von WIR TUN WAS – jetzt noch schnell bei unserem Kooperationspartner Blühendes Österreich kostenlos abonnieren.

© Johanna Gerhalter