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Ergebnisorientierter Naturschutzplan

Worum geht es?

Beim Ergebnisorientierten Naturschutzplan (ENP) werden gemeinsam mit LandwirtInnen auf ihren naturschutzfachlich wertvollen Flächen konkrete Schutzziele vereinbart, die bis zum Ende des ÖPUL-Verpflichtungszeitraums erreicht werden sollen. Über die Art der Bewirtschaftungsmaßnahmen können die LandwirtInnen jedoch selber entscheiden.

Was bringt es?

Im ENP können die LandwirtInnen ihre praktischen Bewirtschaftungserfahrungen zur Erreichung von Naturschutz-Zielen gut einbringen, flexibler auf äußere Einflüsse wie z.B. Wetterereignisse reagieren und die Bewirtschaftung besser auf betriebsinterne Abläufe abstimmen. Sie verstehen die Zusammenhänge zwischen ihrer Bewirtschaftung und dem Vorkommen von bestimmten Pflanzen- und Tierarten auf ihren Flächen besser und werden so zu langfristigen PartnerInnen des Naturschutzes.

Bilder aus dem Projekt

Was machen wir?

Beim ENP werden gemeinsam mit dem Bauern konkrete Schutzziele für die naturschutzfachlich wertvollen Flächen des Betriebs vereinbart. Die Ziele werden von Ökologen evaluiert, aber sind nicht Bestandteil der Kontrolle beim Technischen Prüfdienst.

Um die Ziele für jede interessante Fläche des Betriebs festzulegen, besucht ein Ökologe den Betrieb. Gemeinsam werden alle geeigneten Flächen begangen, die Schutzziele besprochen und vereinbart. Die Entwicklung der Ziele wird laufend von den Bauern beobachtet und dokumentiert und nach einigen Jahren gemeinsam mit dem Ökologen besprochen und bewertet.

Beispiele für Ziele:

„Erhaltung und Entwicklung eines Lebensraums für den Warzenbeißer mit vegetationsoffenen Bereichen, vertikalen Strukturen (Gebüsche, höhergrasige Bereiche) und Bereichen mit niedrigem Grasbestand.“

„Breitblättriges Wollgras und Breitblättriges Knabenkraut sollen vereinzelt auf der Fläche vorkommen.“

Um sicher zu gehen, dass sich der ökologische Wert der ENP-Flächen nicht verschlechtert, gibt es für jede Fläche auch sogenannte Kontrollkriterien. Die Kontrollkriterien können vom Technischen Prüfdienst der AMA kontrolliert werden. Sie werden – so wie die Schutzziele – beim ersten Betriebsbesuch gemeinsam mit dem Bauern festgelegt.

Jeder ENP-Bauer erhält ein handliches „ENP-Fahrtenbuch“ für den Traktor, das individuell für seinen Betrieb erstellt wird. In diesem Fahrtenbuch sind Schutzziele und Kontrollkriterien übersichtlich zusammengefasst und es enthält auch Tipps für die Erreichung der Ziele. Außerdem dokumentieren die teilnehmenden Bauern im Fahrtenbuch, welche Bewirtschaftungsmaßnahmen sie auf den ENP-Flächen durchgeführt haben und wie sich die festgelegten Ziele entwickeln.

Was gibt es noch dazu?

Der Ergebnisorientierte Naturschutzplan als Vorzeigebeispiel auf der Seite der Europäischen Kommission: http://ec.europa.eu/environment/nature/rbaps/articles/7_en.htm

«Ich möchte meine Naturschutzflächen erhalten, aber das Auflagensystem war mir zu starr. Jetzt habe ich die Möglichkeit, öfter im Verpflichtungszeitraum zwischen Beweidung und Mahd zu wechseln.»

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