Im Rahmen des Projektes „Berufschule CONCORDIA “ wird mit der „Ökobaumschule CONCORDIA“ ein neues Ausbildungsangebot für sozial benachteiligte Jugendliche angeboten. In einem für jede/jeden Auszubildende/n maßgeschneidertem Ausbildungsprogramm erlernen sie praxisorientiert den Beruf des Gärtners. Die Ausbildung ist eng verknüpft mit dem bereits bestehenden Gemüsebaubereich und soll den Jugendlichen eine breite Ausbildung, und damit eine gute Position am Arbeitsmarkt, gewährleisten.
Mit der „Ökobaumschule“ wird ein für Rumänien neuer Weg beschritten. Durch die eigene Saatgutgewinnung aus Wildsammlungen sollen rumänische Ökotypen heimischer Wildgehölze erhalten und vermehrt werden. Von der Frucht/Samenernte, über die Reinigung und Aufbereitung des Saatgutes bis zur Anzucht der Jungpflanzen werden alle Arbeiten von den Jugendlichen ausgeführt. Als Partner für das Projekt konnte die Regionale Gehölzvermehrung in NÖ gewonnen werden.
Ein zweites Augenmerk liegt in der Vermehrung von in Rumänien regional verbreiteten Obstsorten. Da Baumschulen diese Sorten kaum vermehren, drohen viele aus den Gärten zu verschwinden. In Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen sollen diese identifiziert und gezielt weitervermehrt werden.
Parallel dazu wird ein eigener Therapiegarten aufgebaut. Dieser soll im „Lazar“ – der ersten Anlaufstelle für Straßenkinder entstehen. Durch die Einbindung der Kinder und Jugendliche in die Kreisläufe der Natur soll der Vertrauensaufbau erleichtert werden. Die Übernahme von Verantwortungen für einen Baum soll es den Jugendlichen erleichtern Regeln zu akzeptieren.